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Der Anfang

Die ersten Mails sind so aufregend, wie viel darf ich hinein schreiben, wie viel gebe ich von mir Preis. Versteht er den Witz hinter dem geschriebenen Wort? Wie kann ich die langsam einschleichenden sexuellen Anspielungen weiter führen, ohne dass es zu übertreiben ist? Ich denke, dass wir einen guten Weg für uns gefunden haben, ich kann es kaum erwarten, eine Nachricht zu bekommen, mir fließen die Worte nur so aus der Hand und auch die Antworten kommen zeitnah und werden mit jedem mal ausführlicher. Auf diese Weise vergehen drei Tage bis wir uns entschließen, dass wir unsere Kommunikation auf ein weiteres Medium ausweiten: WhatsApp! Jetzt gibt es also jeden Tag ein „Guten Morgen“ und ein „Schlaf schön“ - mein Wunsch den Mann hinter den Worten kennen zu lernen wird immer größer. Am Samstag fragt er mich, ob wir uns treffen wollen und das er am Montag in den Urlaub fährt, mit seiner Tochter. Ich zögere aber noch, weil ich mir nicht sicher bin, ob das nicht doch alles viel zu schnell geht, wir schreiben uns ja erst seit 5 Tagen, haben noch nicht miteinander telefoniert. Also sage ich nein, um schon am nächsten Morgen zu wissen, dass es falsch war. Kurz entschlossen frage ich: „Wollen wir heute Abend zusammen etwas trinken gehen?“ Oskar antwortet sofort: „Wir können auch etwas essen, oder glaubst Du, dass Du schneller wieder verschwinden kannst, wenn wir nur etwas trinken und ich gar so grausig bin?“ Im Grunde rechte Worte, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Mann grausig sein kann, der so wunderbare Worte aufs Papier bringen kann. Ich bereite mich für einen schönen Abend vor, ziehe eine schöne Hose an, dazu ein einfaches T-Shirt, die Auswahl lässt keinerlei sexuellen Anspielungen aufkommen, aber sehen trotzdem gepflegt aus. Leicht nervös fahre ich zu unserem vereinbarten Treffpunkt, aber kein Oskar ist zu sehen. Mit einer kurzen Nachricht erfahre ich dann, dass er an einem anderen Platz geparkt, meine Anweisungen nicht genau genug waren. Schnell kommt er vorbei, steigt aus seinem Auto und kommt zielsicher auf mich zu. Vor mir steht ein Teddybär mit warmen Augen, einem tollen lächeln und dem Schelm im Nacken. Die Begrüßung läuft schüchtern und vorsichtig ab, wir gehen nebeneinander her und suchen nach einem Lokal, in dem wir etwas trinken, oder gar essen können. Das kleine Städtchen, dass wir uns als Ziel unseres ersten Dates aussuchten war aber an einem Sonntagabend wie leer gefegt. Das einzige Lokal, dass wir aus mangelnder Ortskenntnis aufgetan haben, bot kein Essen an, nur noch Getränke. Leicht amüsiert bestellen wir uns jeder ein Getränk und während wir es vor uns her schoben, hin und wieder tranken, erzählten wir und lachten, als würden wir uns schon ewig kennen. Als unsere erstes Date im Restaurant ohne Essen dem Ende entegen ging, da wir die letzten Gäste sind, und die Bedienung darauf wartet, dass wir unsere Rechnung begleichen, beschlossen wir spontan, das Zweite gleich dran zu hängen. Wie laufen also in die Nacht hinaus, immer noch nebeneinander und reden. Er erzählt mir von seiner Arbeitskollegin, die sich mit einem Mann arrangiert, nur damit sie nicht alleine ist. Ich erzählte ihm von einem jungen Mädchen, die aus den selben falschen Gründen einen Mann geheiratet hat, der älter ist, als ihr eigener Vater. Wir diskutierten unsere gescheiterten Ehen durch, er von seiner Frau, die seit vielen Jahren ein Verhältnis mit ihrem Chef hat und trotzdem der Scheidung skeptisch entgegen sieht; ich von meinem Mann, der immer nur an seine Arbeit denkt, aber seiner Familie keine Zeit schenken möchte. Irgendwann stehen wir wieder vor unseren Fahrzeugen und mir ist kalt, aber ich kann doch nicht heim fahren. „Ich muss jetzt wirklich unbedingt heim, ich fahre morgen früh einen langen weg und wie ich sehe, ist Dir kalt; aber ich hätte auch eine Decke im Kofferraum.“ Ich konnte mir ein zufriedenes Lächeln nicht unterdrücken, also schnappten wir uns die Decke und begannen unser drittes Date an diesem Abend auf einer Parkbank. Unter der Decke kuscheln wir uns eng aneinander, halten uns die Hände, streichen uns über Arme und Rücken, schauen uns tief in die Augen und ziehen den Duft unserem Gegenüber tief in uns ein. Oskar streicht mir sanft durch die Haare, ich streichle seinen schönen, weichen Teddybauch und schaue ihn erwartungsvoll in die Augen. Unsere Gesichter kommen uns immer näher, bis unsere Lippen das Erste mal aufeinander treffen. Es fühlt sich weich an, angenehm und schmeckte nach mehr. Wir küssen uns anfänglich vorsichtig, erwartungsvoll und zärtlich; dann treffen sich unsere Zungen und der Kuss wurde intensiver, fordernder und härter. Da wir auf der Parkbank sehr unbequem nebeneinander sitzen, um unsere Aktivitäten schön weiter führen zu können, setze ich mich spontan rittlings auf ihn, halte seinen Kopf in meinen Händen, um ihn ein weiteres mal zu küssen. Mit seinen Händen streicht er über meinen Rücken, bis zu meinen Hintern und schiebt mich noch näher an ihn heran. Alles ist so aufregend, dass ich die Zeit und die Welt um mich vergesse. Dennoch sollte Oskar am nächsten Tag einige Stunden hinter dem Lenkrad sitzen. Nach 11 h trennen wir uns wieder, mit einem tollen Geschmack im Mund, und einem T-Shirt an mir, dass nach ihm riecht. Ich habe mich schon lange nicht mehr so lebendig gefühlt!
27.4.14 18:27
 


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